Hovawarte an der Via Claudia


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Kastration für und wider

Immer wieder werde ich als Züchter angesprochen, wann und ob man überhaupt seinen Junghund kastrieren soll. Immer wieder kommen Argumente wie: ich will niemals züchten, ich will nur einen Familienhund, die Lästigkeit mit der Läufigkeit, die Rüden werden sonst zu dominant..... Sollte sich so jemand nicht lieber ein Plüschtier zulegen?

Sind wir uns doch mal ehrlich, den meisten Hundebesitzern ist es lästig, die Läufigkeit in Kauf zu nehmen und mancher denkt, dass sein Rüde weniger aggressiv anderen Rüden gegenüber wird. Was das Argument Hoden- oder Gebärmutterkrebs betrifft, möchte ich nur kurz erwähnen, wer lässt sich das Gehirn amputieren, es könnte ja mal ein Gehirntumor entstehen?

Die Fortpflanzung ist ein Privileg eines jeden Hundes, was nicht gleich heißen mag, man sollte jetzt jede Hündin decken lassen und alle Rüden dürfen über die Zäune springen und sich auf die Suche nach einer läufigen Hündin begeben.

Auch im Wolfsrudel pflanzen sich nur die ranghöchsten Tiere fort, deren Nachkommen insgesamt eine gute Überlebenschance haben, also die Stärksten. Selbstverständlich gibt es Argumente für die Kastration, nämlich wenn eine medizinische Indikation angezeigt ist, sei es Einhodigkeit (Kryptorchismus) und Prostataerkrankungen und bei der Hündin, die nicht in Griff zu bekommende eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra) und sonstige hormonelle Probleme.

Doch wer gibt uns Menschen das Recht in die Natur einzugreifen? Die armen jungen Kastraten haben es in der Hundegemeinschaft schwer sich einzufügen. Sie werden nicht anerkannt, sie werden von "Nichtkastraten" regelrecht gemobbt, da sie keine vollwertigen Rudelmitglieder mehr sein können. Beim Hovawart kommt noch dazu, dass er ein Spätentwickler ist, ein so früh kastrierter Junghund behält sein "Kindchenschema", kann niemals ausreifen und erwachsen werden. So einem Hund wird viel von seiner Lebensqualität genommen.

Wenn ein erwachsener Hund später aus medizinischen Gründen kastriert werden muß, hat er seinen Platz in der Hundegesellschaft schon gefunden und er wird nicht mehr drunter leiden.


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